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Mit meinem ersten Job (1978) hatte ich auch gleich daneben gegriffen. Es war ein Job in einem Krankenhaus. Als Neuer musste ich alle Jobs machen, die die anderen nicht mochten, wie zum Beispiel im OP oder in der Pathologie mit der Siemenskugel knipsen. Die Dienste waren lang. Nachtdienste gingen 24 Stunden, man hatte also nach dem Spät- und Nachtdienst noch den ganzen Tagesdienst. Feiertage gingen sogar noch länger. Mit den etwas sehr zickigen Kolleginnen bin ich auch nicht so gut klar gekommen.
Ich ließ mich nach 6 Monaten kündigen und suchte nach einem vernünftigen Job. Ich war ungefähr 3 Monate arbeitslos, dann bekam ich Post vom Arbeitsamt. Sie haben einen netten Betätigungsbereich für mich. Eine Arbeit bei der mir die Patienten nicht weglaufen können und wo ein paar nette Sprüche wichtiger sind als SchmerEs gab ihn tatsächlich, den Traumjob. Mir wurde eine Tätigkeit in der Staatspension (1979 - 1999) angeboten. Wer zu mir wollte, musste einen Mietvertrag mit dem Staatsanwalt abgeschlossen haben. Na, das ist was. Die Mitbürger mit vorübergehend besonders festem Wohnsitz können einem nicht weglaufen. Kein Radiologe, der irgendwie komisch werden kann, sondern einer der zwei Mal in der Woche für 2 Stunden kam und die Bilder angeschaut hatte. ztabletten.
Ich lebte mit geregelter Arbeitszeit in geregelter Armut, aber immerhin ein netter Job. Mit den Gefangenen bin ich immer gut zurecht gekommen. Mit meiner sehr lockeren Art hatte ich überhaupt keine Probleme. Es hat richtig Spaß gemacht. Bis dann im Jahre 1991 ein Radiologe eingestellt wurde. Aus der freien Wirtschaft ohne einen blassen Schimmer wie es im Knast zugeht. Von da an ging es abwärts und zwar im freien Fall.
Mein Job entwickelte sich zur Hölle auf Erden. Meine Depressionen verstärkten sich von Tag zu Tag. Wegen der mieserablen Arbeitsbedingungen musste ich mir einen Ausgleich suchen und fand den Ausgleich im Besuch des Abendgymnasiums (1997 - 2003). Natürlich hat mein Chef gleich versucht etwas dagegen zu unternehmen und hat den Besuch der Schule meiner Verwaltung gemeldet ... aber was ich in meiner Freizeit mache, geht ihn nichts an. Obwohl er schon eine ganze Weile versuchte sich in meine Freizeit einzumischen.
Ich ging dann erstmal von 1997 bis 1999 zum Abendgymnasium. Im Oktober 1999 hatte meine Lebensgefährtin einen tödlichen Unfall und ich wurde von der Schule beurlaubt
Von Anfang 2000 bis September 2001 war ich von der Schule beurlaubt. Das ging in meinem besonderen Fall, da ich ärztliche Atteste hatte und einen sehr guten Draht zu meinem Schulleiter und dem zuständigen Schulrat (der wohnt in meinem Haus in der 2. Etage ... grins)
Ich war schon seit April 1999 krankgeschrieben und hatte nun im November 1999 den Rentenantrag gestellt. Normalerweise dauert die Ausbildung am Abendgymnasium 4 Jahre. Durch meine Depressionen habe ich aber sehr viel länger gebraucht. Aber mit viel Unterstützung der Lehrkräfte und des Schulleiters konnte ich die Schule abschließen. Der Lohn war das Abitur
Ich hatte immer von 18.15 Uhr bis um 21.30 Uhr Unterricht. Es waren jeden Abend zwei Blöcke. Die Fächer waren: Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Politische Weltkunde, Physik, Chemie. In den Sprachen konnte zwischen Latein und Französisch gewählt werden, in den Naturwissenschaften zwischen Physik, Chemie und Biologie. In der Kursphase hatte ich die Leistungskurse Politische Weltkunde und Mathematik, als drittes Prüfungsfach Französisch, als mündliches Prüfungsfach Chemie und mit Deutsch hatte ich im Abitur nichts zu tun. 2003 habe ich das Abitur bestanden. Zwar auch nicht mit überragenden Leistungen, aber ich habe mich riesig gefreut, dass ich es geschafft hatte
Die aktuellen Bedingungen müssten auf der Homepage der Schule erfragt werden. Es hat sich in den letzten Jahren jede Menge geändert, was die Unterrichtszeiten und die Fächer betrifft. Auch die Zulassungsbedingungen für die Abschlussprüfung sind jetzt wohl etwas schärfer
Am 19. April 1999 wurde ich krankgeschrieben von meinem behandelnden Arzt. Da keine Aussicht auf Wiedereintritt in das Erwerbsleben bestand, bekam ich eine Rente (ab 2000)
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