Krankengechichte

Bei Columbo wurde Anfang 2007 eine Infektion mit Leishmanien festgestellt. Es war ein sehr untypischer Verlauf der Erkrankung.

Columbo ist Anfang 2007 wegen einer Ohrenentzündung bei meiner Tierärztin in Behandlung. Da bei Columbo die Gehörgänge etwas unzugänglich sind, wurde vereinbart, dass er in Narkose gelegt wird, damit die Ohren gründlich gereinigt werden können.

Auf der Morgenrunde war mir an dem Tag aufgefallen, dass er etwas humpelte. Ich habe es der Tierärztin mitgeteilt und sie hat zunächst die Ohren verschoben und sich um seine Pfote gekümmert.

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Sie konnte an der Pfote einen Fremdkörper fühlen. Es gab auch schon eine offene Stelle und sie versuchte den Fremdkörper zu entfernen. Das hat nicht geklappt. Also bekam Columbo regelmäßig Verbände mit Zugsalbe. Es sollte auf der einen Seite der Eiter abgezogen werden, damit der Fremdkörper gut zu fassen ist. Leider ließ sich der Fremdkörper nicht entfernen. Von Anfang März bis Mitte April 2007 hatte Columbo diese Salbenverbände.

Mitte April 2007 sollten dann die Ohren gereinigt werden und weil Columbo sowieso schon in Narkose war, wollte meine Tierärztin gleich nach dem Zeh schauen. Vor der OP wurde noch eine Röntgenaufnahme angefertigt, die einen völlig zerstörten Zeh zeigte. Sie musste den Zeh amputieren.

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Nun war sie erstmal ratlos, was das verursacht haben könnte. Als dann an der Hinterpfote der gleiche Verlauf begann, fragte ich sie nach einem Leishmaniose Test. Sie nahm Blut ab und telefonierte mit einem Parasitologen in München. Er erzählte, dass es in Bayern einen Stamm der Leishmaniose gibt, der diesen Krankheitsverlauf nimmt. Als Therapie wurden Infusionen mit Glucantime empfohlen, zunächst drei Mal in der Woche und täglich 4 Tabletten Allopurinol und 4 Tabletten ImmustimH.

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Der Leishmaniose Titer lag bei 3.400, also sehr hoch. Die Ellenbogen und das Kinn platzten auf. Wir begannen sofort mit der Therapie. Der Zeh an der Hinterpfote machte nach einiger Zeit keine Probleme mehr.

Nach und nach ging es Columbo besser. Wir haben dann langsam den Glucantime-Intervall verlängert, zur Zeit (Dezember 2008) bekommt er einmal in der Woche seine Infusion.

Der Titer ist auf 800 zurück gegangen (Dezember 2008)

Columbo geht es jetzt bestens. Er holt seine Welpenzeit nach und ist ein richtig verrückter Hund. Ich freue mich, dass ich mich auf diese teure Therapie eingelassen habe. Columbo ist eine besondere Persönlichkeit und da merke ich jeden Tag auf’s neue.

Seit Mitte Dezember 2008 wird der Infusions-Intervall etwas verlängert. Columbo geht es weiterhin blendend. Von einer Therapie-Änderung auf ein anderes Medikament haben wir erstmal Abstand genommen. Columbo verträgt das Glucantime sehr gut und daher haben wir uns entschlossen kein neues Medikament einzusetzen.

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Damit ich Columbo nach Spanien mitnehmen kann, habe ich seit einiger Zeit die Infusion selber angelegt. Es klappt sehr gut. Ich muss dann nur die Ampullen und die Infusion mitnehmen. Ein oder Zwei Mal kann ich ihm das dann geben. Ich wollte versuchen immer 4 Wochen in Spanien und 4 Wochen in Berlin zu sein.

Da hängt die Infusion am Schlüsselbrett. Es ging in Spanien erstaunlich gut.

Columbo geht es weiterhin sehr gut. Er tobt, ist sehr mobil und hat komische Spiel-Ideen. Irgendwie holt er seine Welpenzeit nach.

Der Titer ist auf 200 zurück gegangen (September 2009)

Die Blutwerte waren auch so gut, dass wir den Infusions-Intervall jetzt auf 14 Tage verlängert haben. Columbo ist weiterhin sehr lebhaft und hat viel Freude am Spiel.

August 2010: Jetzt bekommt Columbo alle 3 Wochen sein Glucantime. Da meine TA-Praxis geschlossen wurde, müssen wir zu einem neuen TA, der dann auch gleich einen Titer abnimmt und bestimmt.

Columbo geht es bestens. Er ist ein zu groß geratener Welpe von 7 Jahren. Er ist sehr lebhaft und treibt viel Unfug.

Der Titer ist bei 200 geblieben (Oktober 2010)

Columbo benimmt sich fast wie ein Welpe. Er ist wild, frech und völlig verfressen. Er bellt einfach los und tobt viel herum

Januar 2011: Da der Titer gleichbleibend ist, trotz der sehr unregelmäßigen Therapie 2010, stellen wir Columbo auf Allopurinol um. Er bekommt nun eine Woche lang täglich zwei Tabletten und dann 3 Wochen lang nichts (außer natürlich sein Hundefutter ... grins), dann wieder 1 Woche Tabletten. In einem halben Jahr schauen wir auf den Titer und entscheiden dann über die weitere Therapie.

Columbo ist sehr lebhaft und verspielt. Es geht ihm blendend.

Der Leishmaniose-Test vom Juli 2012 ergab: NEGATIV, also der Titer liegt unter 50.

Damit braucht Columbo zur Zeit keine Therapie mehr. Die Tabletten hatte er nämlich nicht so gut vertragen. Nun kann er weiterhin fröhlich spielen und toben. Wobei das Toben etwas eingeschränkt ist, da er eine Arthrose an der LWS hat.

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Im Oktober 2012 hatte Columbo eine relativ große Verletzung an der linken Pfote. Genau an der Stelle, an der ihm ein Zeh amputiert wurde.

Es handelte sich um eine Verletzung, die sich entzündet hatte. Die Heilung dauerte etwas länger, da Columbo ständig herumgeleckt hatte. Er bekam mal wieder eine Tüte um den Kopf

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Am Anfang bestand natürlich der Verdacht, dass die Leishmaniose an der Entzündung Schuld ist. Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Amigo

 

 

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20. Mai 2013

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