ZB-0001
Krankengechichte

Bei Columbo wurde Anfang 2007 eine Infektion mit Leishmanien festgestellt. Es war ein sehr untypischer Verlauf der Erkrankung.

Columbo ist Anfang 2007 wegen einer Ohrenentzündung bei meiner Tierärztin in Behandlung. Da bei Columbo die Gehörgänge etwas unzugänglich sind, wurde vereinbart, dass er in Narkose gelegt wird, damit die Ohren gründlich gereinigt werden können.

Auf der Morgenrunde war mir an dem Tag aufgefallen, dass er etwas humpelte. Ich habe es der Tierärztin mitgeteilt und sie hat zunächst die Ohren verschoben und sich um seine Pfote gekümmert.

2009-A-0070

Sie konnte an der Pfote einen Fremdkörper fühlen. Es gab auch schon eine offene Stelle und sie versuchte den Fremdkörper zu entfernen. Das hat nicht geklappt. Also bekam Columbo regelmäßig Verbände mit Zugsalbe. Es sollte auf der einen Seite der Eiter abgezogen werden, damit der Fremdkörper gut zu fassen ist. Leider ließ sich der Fremdkörper nicht entfernen. Von Anfang März bis Mitte April 2007 hatte Columbo diese Salbenverbände.

Mitte April 2007 sollten dann die Ohren gereinigt werden und weil Columbo sowieso schon in Narkose war, wollte meine Tierärztin gleich nach dem Zeh schauen. Vor der OP wurde noch eine Röntgenaufnahme angefertigt, die einen völlig zerstörten Zeh zeigte. Sie musste den Zeh amputieren.

2009-A-0072 2009-A-0074
2009-A-0073
2009-A-0071

Nun war sie erstmal ratlos, was das verursacht haben könnte. Als dann an der Hinterpfote der gleiche Verlauf begann, fragte ich sie nach einem Leishmaniose Test. Sie nahm Blut ab und telefonierte mit einem Parasitologen in München. Er erzählte, dass es in Bayern einen Stamm der Leishmaniose gibt, der diesen Krankheitsverlauf nimmt. Als Therapie wurden Infusionen mit Glucantime empfohlen, zunächst drei Mal in der Woche und täglich 4 Tabletten Allopurinol und 4 Tabletten ImmustimH.

Der Leishmaniose Titer lag bei 3.400, also sehr hoch. Die Ellenbogen und das Kinn platzten auf. Wir begannen sofort mit der Therapie. Der Zeh an der Hinterpfote machte nach einiger Zeit keine Probleme mehr.

Nach und nach ging es Columbo besser. Wir haben dann langsam den Glucantime-Intervall verlängert, zur Zeit (Dezember 2008) bekommt er einmal in der Woche seine Infusion.

Der Titer ist auf 800 zurück gegangen (Dezember 2008)

Columbo geht es jetzt bestens. Er holt seine Welpenzeit nach und ist ein richtig verrückter Hund. Ich freue mich, dass ich mich auf diese teure Therapie eingelassen habe. Columbo ist eine besondere Persönlichkeit und da merke ich jeden Tag auf’s neue.

Seit Mitte Dezember 2008 wird der Infusions-Intervall etwas verlängert. Columbo geht es weiterhin blendend. Von einer Therapie-Änderung auf ein anderes Medikament haben wir erstmal Abstand genommen. Columbo verträgt das Glucantime sehr gut und daher haben wir uns entschlossen kein neues Medikament einzusetzen.

IMG_2651 F

Damit ich Columbo nach Spanien mitnehmen kann, habe ich seit einiger Zeit die Infusion selber angelegt. Es klappt sehr gut. Ich muss dann nur die Ampullen und die Infusion mitnehmen. Ein oder Zwei Mal kann ich ihm das dann geben. Ich wollte versuchen immer 4 Wochen in Spanien und 4 Wochen in Berlin zu sein.

Da hängt die Infusion am Schlüsselbrett. Es ging in Spanien erstaunlich gut.

Columbo geht es weiterhin sehr gut. Er tobt, ist sehr mobil und hat komische Spiel-Ideen. Irgendwie holt er seine Welpenzeit nach.

Der Titer ist auf 200 zurück gegangen (September 2009)

Die Blutwerte waren auch so gut, dass wir den Infusions-Intervall jetzt auf 14 Tage verlängert haben. Columbo ist weiterhin sehr lebhaft und hat viel Freude am Spiel.

Die Parasiten können nicht direkt von Hund zu Hund übertragen werden. Sie brauchen als Zwischenwirt die Sandmücke.


Tolle Ledersofas mit vielen Designs

 

KX - 0007

Email

King

2009-B-0593
KX - 0008

HP überarbeitet:

6. September 2010

Gästebuch