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Im Moment (August 2010) werden die Depressiven Phasen immer länger und intensiver. Da der Arzt nicht mehr die Medikamente aufschreiben darf, die mir wirklich richtig helfen, muss ich damit leben. Ich bin dadurch seit April 1999 nicht mehr arbeitsfähig und inzwischen berentet worden.
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Von 1981 bis 1999 konnte ich richtig arbeiten, da ich mit den Medikamenten gut versorgt war. 900 mg Quilonum, 45 mg Remergil, 150 mg Trevilor und 6 mg Bromazepam. Damit habe ich richtig gut gelebt. Diese Medikation hatte ich bis Ende 2007.
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Jetzt nehme ich 45 mg Mirtazapin (Schmelztabletten von AL) und 900 mg Quilonum. Da ich nicht arbeiten muss ist es ausreichend.
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Es gibt nicht “Die Depression”! Jede depressive Erkrankung ist anders und muss auch individuell behandelt werden. Es gibt z.B. die Form, die ich seit Kindertagen habe, dann diejenige, die durch Ängste ausgelöst wird oder durch negative Schicksalsschläge - also Depressionen, die durch äußere Einflüsse entstehen oder die anderen Depressionsformen, die anscheinend vererbt werden.
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Bei den Depressionen, die durch Ängste ausgelöst werden, können Therapien helfen. Man forscht, wo die Ängste liegen und kann dann mit einer Sensibilisierung dagegen angehen. Auch die Depressionen, die durch den Verlust naher Angehöriger ausgelöst werden, können Therapien helfen.
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Es gibt Verhaltenstherapien, die darauf abzielen, das Verhalten des Patienten zu ändern oder auch sich seinen Ängsten zu stellen. Analytische Therapien versuchen versteckte Ängste aufzufinden und forscht nach den Ursachen der Depression.
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Bei mir ist das Problem, dass die Depression nicht durch äußere Einflüsse ausgelöst wird. Die Depression kommt plötzlich ohne Anlass und geht auch genauso plötzlich. Wobei aber die depressiven Phasen immer länger werden. Hier kann eine Therapie, außer mit Medikamenten, kaum ansetzen. Neben Medikamenten können auch Haustiere sehr helfen.
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Meine Hunde und Katzen merken, wenn es mir nicht gut geht und dann versuchen sie mich aufzumuntern. Sie haben plötzlich sehr merkwüdige Ideen.
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Das Problem bei der Depression ist, dass man handlungsunfähig ist. Das kann ein Außenstehender nicht verstehen. Mit Sprüchen wie: “Reiß dich am Riemen”, ist es nicht getan. Das habe ich zur Genüge gehört. Man kann nichts machen, auch wenn man will. Man kann auch die Depression nicht mit irgendwelchen Sachen verkürzen. Auch Therapeuten sind da relativ verständnislos. Daher habe ich alle Therapien abgebrochen und werde auch keine neue Therapie beginnen, außer meiner Hunde-Ausstellungs-Therapie ... grins.
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Jede Form der Depression sollte von einem Psychiater behandelt werden. Nur er weiß wie die Behandlung aussehen muss und er kann auch entsprechende Therapien empfehlen. Auf keinen Fall sollte man denken: Ach die Phase geht schon vorbei. Es hat etwas mit Lebensqualität zutun, wenn man mit einer guten Therapie die Phasen verkürzen kann und auch dämpfen kann.
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Dann habe ich meinen Weg in die Rente und ein wenig über Therapien bemerkt. Wie gesagt, bei mir sind Therapien nicht so angebracht, daher ist die Rubrik nicht so ausführlich geraten. Der Weg in die Rente ist als Beispiel gedacht. Heute, 10 Jahre später, könnte es anders aussehen.
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