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Depressionen

Bipolare Störung (manische Depression)

Vor der Schulzeit wurde ich als schwermütig bezeichnet. Ich war nur in mich gekehrt, hatte keine Kontakte zu anderen Kindern in meinem Alter und war eigentlich immer alleine. Im Alter von 5 Jahren habe ich die Haus-Apotheke leer gefuttert. Es waren aber nur harmlose Medikamente darin enthalten.

In der Schule hatte ich dann sehr große Probleme, da ich auch hier keinen Anschluss an andere Mitschüler suchte, sondern auch in dieser Zeit immer lieber als Einzelgänger unterwegs war. Aus Angst, dass mir etwas passieren könnte, wurde ich bis zum Abschluss 1975 zur Schule gebracht und abgeholt.

Während in der Kindheit nur die Depression zu Tage trat, hat sich im Laufe der Zeit immer öfter auch eine manische Phase gezeigt.

Bei mir wechseln sich die manischen und die depressiven Phasen ab. In der manischen Phase bin ich ruhelos, überdreht, schlaflos und sehr nervös. In der depressiven Phase ist das genaue Gegenteil der Fall. Ich schlafe viel und bin überaus ruhig. Ich habe auch zu nichts recht Lust. Ich gehe dann auch kaum mal aus dem Haus. Eine richtige Zwischenphase gibt es kaum noch.

Im Moment (August 2010) werden die Depressiven Phasen immer länger und intensiver. Da der Arzt nicht mehr die Medikamente aufschreiben darf, die mir wirklich richtig helfen, muss ich damit leben. Ich bin dadurch seit April 1999 nicht mehr arbeitsfähig und inzwischen berentet worden.

Von 1981 bis 1999 konnte ich richtig arbeiten, da ich mit den Medikamenten gut versorgt war. 900 mg Quilonum, 45 mg Remergil, 150 mg Trevilor und 6 mg Bromazepam. Damit habe ich richtig gut gelebt. Diese Medikation hatte ich bis Ende 2007.

Jetzt nehme ich 45 mg Mirtazapin (Schmelztabletten von AL) und 900 mg Quilonum. Da ich nicht arbeiten muss ist es ausreichend.

Es gibt nicht “Die Depression”! Jede depressive Erkrankung ist anders und muss auch individuell behandelt werden. Es gibt z.B. die Form, die ich seit Kindertagen habe, dann diejenige, die durch Ängste ausgelöst wird oder durch negative Schicksalsschläge - also Depressionen, die durch äußere Einflüsse entstehen oder die anderen Depressionsformen, die anscheinend vererbt werden.

Bei den Depressionen, die durch Ängste ausgelöst werden, können Therapien helfen. Man forscht, wo die Ängste liegen und kann dann mit einer Sensibilisierung dagegen angehen. Auch die Depressionen, die durch den Verlust naher Angehöriger ausgelöst werden, können Therapien helfen.

Es gibt Verhaltenstherapien, die darauf abzielen, das Verhalten des Patienten zu ändern oder auch sich seinen Ängsten zu stellen. Analytische Therapien versuchen versteckte Ängste aufzufinden und forscht nach den Ursachen der Depression.

Bei mir ist das Problem, dass die Depression nicht durch äußere Einflüsse ausgelöst wird. Die Depression kommt plötzlich ohne Anlass und geht auch genauso plötzlich. Wobei aber die depressiven Phasen immer länger werden. Hier kann eine Therapie, außer mit Medikamenten, kaum ansetzen. Neben Medikamenten können auch Haustiere sehr helfen.

Meine Hunde und Katzen merken, wenn es mir nicht gut geht und dann versuchen sie mich aufzumuntern. Sie haben plötzlich sehr merkwüdige Ideen.

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Meine kleine Hündin ist dann sehr Anlehnungsbedürftig und wirft mir erstmal ein Spielzeug an den Kopf, um dann zu kuscheln.

Meine freigänger Katzen haben sich immer mit ihren Spaziergängen abgewechselt und ein Kater ist immer bei mir geblieben.

Sie haben ein sehr feines Gespür für die psychische Verfassung ihres Menschen.

Seit April 1999 erhalte ich eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit. Ich bin nicht mehr in der Lage einer geregelten Tätigkeit nachzugehen.

Das Problem bei der Depression ist, dass man handlungsunfähig ist. Das kann ein Außenstehender nicht verstehen. Mit Sprüchen wie: “Reiß dich am Riemen”, ist es nicht getan. Das habe ich zur Genüge gehört. Man kann nichts machen, auch wenn man will. Man kann auch die Depression nicht mit irgendwelchen Sachen verkürzen. Auch Therapeuten sind da relativ verständnislos. Daher habe ich alle Therapien abgebrochen und werde auch keine neue Therapie beginnen, außer meiner Hunde-Ausstellungs-Therapie ... grins.

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Bei den Angsthasen ist man sehr gut untergebracht. Die Hilfen, die man dort bekommt, sind unbezahlbar. In jeder Lebenskrise gibt es Unterstützung.

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Der Vorteil ist, dass wir alle unter psychischen Problemen leiden und daher die Problematik des anderen besser verstehen können als ein Außenstehender.

Jede Form der Depression sollte von einem Psychiater behandelt werden. Nur er weiß wie die Behandlung aussehen muss und er kann auch entsprechende Therapien empfehlen. Auf keinen Fall sollte man denken: Ach die Phase geht schon vorbei. Es hat etwas mit Lebensqualität zutun, wenn man mit einer guten Therapie die Phasen verkürzen kann und auch dämpfen kann.

Wie ein schlechtes Arbeitsklima die Medikamententherapie sinnlos machen kann, habe ich auch mal aufgeschrieben.

Dann habe ich meinen Weg in die Rente und ein wenig über Therapien bemerkt. Wie gesagt, bei mir sind Therapien nicht so angebracht, daher ist die Rubrik nicht so ausführlich geraten. Der Weg in die Rente ist als Beispiel gedacht. Heute, 10 Jahre später, könnte es anders aussehen.

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HP überarbeitet:

13. August 2010

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